Rituale sind toll! Denn Rituale sind wirksam und einfach. Rituale geben Halt und Sicherheit. Rituale sind Anker, wenn das Leben mal turbulent und verwirrend ist. Rituale geben eine äußere und gleichzeitig eine innere Struktur. Rituale helfen, präsent und achtsam zu sein und das Leben wertzuschätzen. Rituale sind deshalb so kraftvoll, weil wir keine Energie aufwenden müssen, um zu entscheiden, ob und wie wir sie gestalten. Sie sind selbstverständlich und selbstredend und brauchen nicht hinterfragt zu werden. Man könnte sie auch als eine Art Metapher für das Leben bezeichnen, denn wie das Leben lebt und fließt, ohne dass ich etwas daran ändern kann, so kann ich auch ein von mir gewähltes Ritual als selbstverständliche Lebenszeit in meinen Alltag integrieren.
Zum Beispiel folgendes Morgenritual:
Ich habe eine Zeitlang jeden Morgen in ein kleines Büchlein jeweils eine kurze Notiz zu folgenden Stichworten gemacht:
- Traumfetzen oder/und erster Gedanke
- Körpergefühl
- Stimmung
Wichtig dabei ist: Nichts bewerten, sondern nur wahrnehmen.
Zum Abschluss danke sagen für die Nacht und für den neuen Tag.
Sich selbst liebevoll zulächeln und sich dabei selbst danken.
Zum Beispiel: „Danke, dass du da bist oder Danke, dass es dich gibt.“
Das klingt vielleicht ein wenig merkwürdig, aber es ist ganz wunderbar, so liebevoll begrüßt den Tag zu beginnen.
Dieses kleine Morgenritual kann man natürlich auch nur gedanklich durchführen; man muss es nicht unbedingt aufschreiben. Es hilft aber, zumal anfangs, sehr und verhindert auch, dass man über die einzelnen Stichworte ins Grübeln kommt. Denn einem Ritual tut es gut, wenn man nicht darüber nachdenkt- zumal in dem Moment nicht, wenn man es gerade ausführt.
Herzliche Grüße
Mirta Bach
